Herdringen gehört zur Stadt Arnsberg und ist eines von vierzehn Ortsteilen.
Im Hochsauerland liegt Herdringen südlich von Neheim-Hüsten und nördlich von Arnsberg. Bis 1975 war Herdringen eine selbstständige Gemeinde und unterstand dem Amt Hüsten. Am 1. Januar 1975 kam es aufgrund des Sauerland-Paderborn-Gesetzes zur Eingemeindung. Nun wurden die Verwaltungsaufgaben von den Städten Arnsberg und Sundern durchgeführt.
Erwähnt wurde Herdringen urkundlich um 860 n. Chr. Die Quellangaben befinden sich Kloster Corvey. Der Name Egbert von Herdringen – später genannt „Schade“ – taucht 1196 erstmalig auf.
Dass bekannte Jagdschloss Herdringen wurde ursprünglich als Rittergut Herdringen im Jahr 1376 gegründet. Die Besitzer des Gutes wechselten in der Folge mehrfach, bis 1618 die Familie von Fürstenberg in Herdringen ansässig wurde. Das Gut wurde in den Jahren von 1844 bis 1853 in das Schloss umgebaut.
Für das Wappen von Herdringen, das im Januar 1965 genehmigt wurde, übernahm man die Farben Rot und Gold der Freiherren von Fürstenberg. Für die heraldische Beschreibung wurde das Herdringer Wappen in der unteren Hälfe rot und golden gestreift dargestellt. In der oberen Hälfte steht auf dem letzten goldenen Streifen ein T-förmiges goldenes Kreuz, an dessen Balken zwei Glöckchen hängen. Diese stellen sinnbildlich den Heiligen Antonius als Kirchenpatron von Herdringen dar.
Herdringen lag im 9. Jahrhundert im Grenzgebiet von Westfalen und Engern. Als das Gebiet gerodet wurde, entstanden zahlreiche Ortschaften, deren Namen mit „-hausen“ endeten. So lautete dann auch der ehemalige Name von Herdringen in der damaligen Hüstener Mark Herdringhausen.
Hatte Herdringen im Jahr 1858 erst 573 Einwohner, so betrug im Jahr 2010 die Einwohnerzahl 3.937.
